Brandschutzbeauftragte (BSB)

(keine offenen Lehrgänge, nur von Firmen und Einrichtungen als Lehrgang bis 20 Personen zu buchen)

Zum Schutz von Menschen, Tieren, Umwelt und Sachwerten vor gefährlichen Einwirkungen

werden in Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien die Betreiber von Anlagen oder Unternehmer verpflichtet, qualifizierte Fachkräfte mit bestimmten Aufgaben zu betrauen, so z. B. die Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Abfall-, Gewässer- oder Strahlenschutzbeauftragte.

Für den Brandschutz sind in Betrieben aufgrund besonderer Rechtsvorschriften, behördlicher Auflagen oder Gefährdungsbeurteilungen Brandschutzbeauftragte erforderlich, die durch ihre qualifizierte Ausbildung dem Arbeitgeber als zentraler Partner für brandschutzrelevante Themen zur Verfügung stehen. Bundeseinheitliche Richtlinien legen Mindestanforderungen an die Qualifikation, Ausbildung und Bestellung von Brandschutzbeauftragten fest, beschreiben die Aufgaben und geben Hilfestellungen für die Umsetzung der Anforderungen für eine geeignete betriebliche Brandschutzorganisation.Die Verhütung und die Verhinderung der Ausbreitung von Bränden sowie die Bekämpfung von Entstehungsbränden sind Gemeinschaftsaufgaben aller im Betrieb beschäftigten Personen. Arbeitgeber und Unternehmer bzw. die Leiterin und Leiter einer Einrichtung tragen die Verantwortung für die Erreichung dieser Schutzziele im Betrieb. Zum Aufbau einer hierzu erforderlichen Brandschutzorganisation und für die damit verbundenen vielfältigen Aufgaben, sollten Arbeitgeber zur Beratung einen Brandschutzbeauftragten bestellen.

 

Brandschutzbeauftragte werden von ihren Arbeitgebern schriftlich bestellt. In dieser Bestellung sind der Zuständigkeitsbereich, die Aufgaben sowie die Rahmenbedingungen zu definieren und festzulegen. Zu den Rahmenbedingungen gehören z. B. Zugriff auf alle brandschutzrelevanten Unterlagen und Informationen, Zutritt zu allen betreffenden Liegenschafen und Räumen, sowie verfügbare Arbeitszeit und Arbeitsmittel. Brandschutzbeauftragte sind die zentrale Ansprechperson für alle Brandschutzfragen im Betrieb. Sie beraten und unterstützen den Arbeitgeber in allen Fragen des vorbeugenden, abwehrenden und organisatorischen Brandschutzes sowie im betrieblichen Notfallmanagement.

 

Qualifikation von Brandschutzbeauftragten

Die für eine Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten geeigneten Personen sollen aufgrund ihrer betrieblichen Erfahrung Grundkenntnisse der Brandschutzorganisation haben. Dazu gehören vor allem betriebsspezifische brandschutzrelevante Kenntnisse, z. B. über verfahrenstechnische Besonderheiten bei Produktionsabläufen und Erfahrungen mit Umgang und Lagerung von brennbaren und entzündlichen Gefahrstoffen.

 

 

Voraussetzungen zur Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten

Teilnehmer an der Ausbildung sollen mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung besitzen.

Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten

Der Arbeitgeber muss der dafür vorgesehenen Person die für die Erfüllung ihrer Aufgaben erforderliche Ausbildung sowie die für den Brandschutzbeauftragten erforderliche Fortbildung unter Berücksichtigung der betrieblichen Belange ermöglichen.

Aufbau und Dauer der Ausbildung

Die gesamte Ausbildung des Brandschutzbeauftragten ist als modulares System aufgebaut. Das System gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil sowie anschließende Fortbildungen.

Die Ausbildung mit der hier dargestellten Ausbildungsmethodik wird in Unterrichtseinheiten à 45 Minuten gegliedert. Die Dauer der Ausbildung beträgt mindestens 64 Unterrichtseinheiten (UE), aufgeteilt auf 2 Wochen. Die Ausbildungszeit ist als Präsenzphase zu verstehen. Aus pädagogischer Sicht werden pro Ausbildungstag 8 bzw. 9 UE nicht überschritten. Wege- und Pausenzeiten zählen nicht zu den Unterrichtseinheiten.Unsere Ausbildung wird als „Inhouse-Veranstaltung“ direkt beim Kunden durchgeführt und ist für eine Teilnehmerzahl von bis zu 20 Personen ausgelegt (Preis auf Anfrage).

 

Praktische Ausbildung

Eine praktische Ausbildung im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen ist ein notwendiges Ausbildungsmodul. Die Kenntnis der Funktionsweise von Feuerlöscheinrichtungen und deren sichere Handhabung ist eine wichtige Grundlage für eine spätere Tätigkeit in der Ausbildung und Unterweisung von Beschäftigten.

 

Inhalte der Ausbildung und Verteilung der UE

 

Rechtliche Grundlagen

4

Brandlehre

3

Brand- und Explosionsgefahren

7

Baulicher Brandschutz

8

Anlagentechnische Brandschutz

8

Handbetätigte Geräte zur Brandbekämpfung

2

Organisatorischer Brandschutz

16

Brandschutzmanagement

8

Behörden, Feuerwehren, Versicherer

4

Abschlussprüfung

4

 

Ausbildungsunterlagen

Die Teilnehmer eines Ausbildungslehrgangs erhalten Unterlagen, welche die Ausbildungsinhalte wiedergeben. Die Unterlagen sind für die eigenständige Vor- und Nachbereitung des Unterrichts geeignet.

 

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung setzt sich aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil zusammen. Die Prüfung hat einen zeitlichen Umfang von 4 UE. Alle Prüfungsunterlagen (schriftliche Prüfung, Protokoll der mündlichen Prüfung und Gruppenergebnisse) werden drei Jahre archiviert.

Die Prüfung gilt als bestanden, wenn beide Prüfungsteile (mündlich und schriftlich) erfolgreich abgeschlossen wurden.

 

Schriftliche Prüfung

Sie besteht aus der Beantwortung von 60 Fragen aus den Unterrichtseinheiten. Die Anzahl der Fragen zum jeweiligen Themenblock entspricht ungefähr dem zeitlichen Anteil der jeweiligen Unterrichtseinheiten im Verhältnis zur Gesamtdauer des Lehrganges. Die Prüfungsfragen werden überwiegend nach dem Multiple-Choice-Verfahren gestellt, wobei eine oder mehrere Antworten richtig sein können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die schriftliche Prüfung erfolgreich abgeschlossen, wenn mindestens 60 % der schriftlichen Prüfungsfragen richtig beantwortet wurden.

 

Mündliche Prüfung

Die mündliche Prüfung umfasst die Bearbeitung einer Fallstudie in Arbeitsgruppen (max. fünf Teilnehmerinnen oder Teilnehmer je Gruppe) mit anschließender Präsentation jeder einzelnen teilnehmenden Person. Die Teilnahme an der mündlichen Prüfung ist nur mit bestandener schriftlicher Prüfung möglich. Jede teilnehmende Person wird ca. 10 - 15 Minuten geprüft.

 

Nichtbestehen der Prüfung

Bei Nichtbestehen wird die Möglichkeit zur Wiederholung der Prüfung eingeräumt.

 

Ausbildungsbescheinigung

Jede Teilnehmerin oder Teilnehmer erhält einen Fachkundenachweis (Zertifikat).

Dieser Soll mindesten beinhalten:

  • Vor- und Zuname der Person
  • Lerninhalt/Anzahl der Lehreinheiten (UE)
  • Hinweis auf einhaltung der Richtlinie
  • Ausbildungsträger
  • Ausstellungsdatum
  • Hinweis: Bestellung erst nach einweisung in betriebliche Gegebenheiten

 

 

 

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